
Am 6. Sept. 2025 legten fünf Schwestern in der schön geschmückten Mutterhauskirche im Beisein von Erzbischof Herwig Gössl von Bamberg und von Generaloberin Mutter Metoda ihre Gelübde ab. S. M. Johanna weihte sich Gott für die ganze Lebenszeit („Ewige Gelübde“), S. M. Philippa legte die Gelübde auf drei Jahre ab, ebenso taten dies die drei Novizinnen S. M. Anne, S. M. Klara und S. M. Natalie. Wie üblich, wurde der Erzbischof vor dem Eingang zum Mutterhaus begrüßt, diesmal mit einem Trompetensolo von Nachbar Lukas Brendel, mit kleinen Versen der Festtagskinder und mit einem Blumenstrauß. Die Predigt begann der Erzbischof mit einem Zitat von Wilhelm Busch: „Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge.“ Die permanente Unzufriedenheit mit dem Erreichten und die unstillbare Sehnsucht nach dem Mehr, dem Besseren, dem Moderneren, dem Prestigeträchtigeren sei ein allgemein menschliches Phänomen. Einerseits sei dieses Ausstrecken nach dem Größeren eine wichtige Triebfeder und Anlass für Weiterentwicklung. Aber diese menschliche Veranlagung könne auch zu einer Obsession werden, zu einem Zwang und trotzdem wachse auf diesem Wünschekarussell die Unzufriedenheit, weil der Mensch an Grenzen stößt. „Die christliche Hoffnung verankert mein Leben dort, wo wirklich die Erfüllung meiner Sehnsucht zu finden ist: im Gottesreich, wo die Fülle des Lebens und der Freude ist. Das befreit mich davon, in mein Leben hier auf Erden alles hineinpacken zu müssen.“ Dann sprach der Prediger die Professschwestern direkt an: „Mit Maria, der Mutter der Hoffnung, sind Sie bereit zu tun, was der Herr sagt, in der Überzeugung, dass er Ihnen aus seiner göttlichen Fülle, die durch die 600 Liter Wein bei der Hochzeit zu Kana symbolisiert ist, innere Erfüllung schenken kann. Er enttäuscht nicht. All Ihr Wünschen konzentriert sich auf die immer tiefere und innigere Gemeinschaft mit Gott. Davon wird man eine Ewigkeit lang nicht genug bekommen.“ Nach der Gelübdeablegung unterschrieben die Professinnen die Professurkunde am Altar. Die Novizinnen legten nun den schwarzen Schleier an, der vorher vom Erzbischof gesegnet wurde. S. M. Johanna streckte sich zum Gesang der Allerheiligenlitanei auf dem Boden aus – ein ausdrucksstarkes Zeichen dafür, dass sie sich in den ewigen Gelübden ganz Gott „ausliefert“ und auf seine und aller Heiligen Hilfe vertraut. In der Turnhalle, wo nach der Liturgie das Mahl stattfand, wurden die Festtagskinder mit einem Ständchen begrüßt. Alle freuten sich auf das zwanglose Beisammensein, das sich bis in den späten Nachmittag hinzog. Den Abschluss bildete eine gesungene Vesper in der Mutterhauskirche – eingerahmt von Alphornbläsern aus der Südtiroler Heimat von S. M. Klara.



















