„Jesus streckte sofort die Hand aus“ (Mt 14,31). Am 19. Sonntag im Jahreskreis A (9. Aug. 2026) hören wir das Evangelium von der Begegnung der Jünger mit Jesus auf dem Wasser, den sie zuerst für ein Gespenst halten. Seine beruhigenden Worte „Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht“ (V. 27) ermutigen Petrus, vom Herrn einen Test zu erbitten: „Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme“ (V. 28). Jesus nimmt die Herausforderung ohne Weiteres an: „Komm!“ Und es klappt: Petrus geht über das Wasser, jedoch nur so lange, wie er seinen Blick auf Jesus gerichtet hält. Dann holen ihn die Angst und der Kleinglaube ein. Aber die Hand des Herrn ist da. Petrus muss nur nach ihr greifen. Auch uns streckt der Herr seine Hand entgegen, um uns aufzurichten und Halt zu geben. Im Hebräischen hat das Wort „glauben“ die Bedeutung: sich von Gott tragen lassen.