
Am 3. Sept. 2025 erhielten vier Postulantinnen in der Mutterhauskirche aus den Händen von Herrn Erzbischof Herwig Gössl von Bamberg das Ordenskleid und das Stundenbuch (kirchliches Gebetbuch). Viele Angehörige, Freunde und Bekannte waren gekommen, um diesen wichtigen Schritt ins Ordensleben zu begleiten. Die Begrüßung des Erzbischofs fand – wie gewohnt – mit einem gemeinsam gesungenen Kanon aller Anwesenden und mit kleinen Versen der Festtagskinder vor dem Portal des Mutterhauses statt. Während der Liturgie verkündete der Erzbischof die neuen Namen: Schwester Maria Vincenta (Rebekka), S. M. Madita (Lisa), S. M. Cordis (Maria), S. Marie-Therese (Birte). Seine Predigt begann er mit der Feststellung: „Mit Ihrem Entschluss des Klostereintritts haben Sie in die Gesichter Ihrer Bekannten Fragezeichen gezaubert.“ Viele hielten eine solche Lebensweise für „schräg“. Der Prediger lobte die Konsequenz der vier, deren strahlende Gesichter für sich sprächen. Wo ein Brautpaar auftaucht, zieht die Braut alle Blicke auf sich und man ist „entzückt“, auch wenn man mit ihr gar nicht bekannt ist. Eine Familie zu gründen, ist nachvollziehbar. „Aber das heute ist nicht normal. Indem Sie das Ordenskleid anlegen, bekennen Sie, dass Jesus Christus Ihr Bräutigam ist, dem Sie Ihr Leben anvertrauen. Wie Paulus könnten Sie sagen, dass Sie den göttlichen Glanz auf dem Antlitz Christi entdeckt haben. Sie stellen sich heute als zerbrechliche Gefäße zur Verfügung, um den größten Schatz aufzunehmen. Sie legen Zeugnis ab vom lebendigen Herrn Jesus Christus, der allein einen Menschen glücklich machen kann. Sie zeigen, dass es mehr gibt, als was man kaufen und sich erarbeiten kann. Das Entscheidende kann man sich nur von Gott schenken lassen.“ So weit die Predigt des Bamberger Oberhirten. Nach der Liturgie, feierlich gestaltet vom Schwesternchor und Instrumentalensemble, traf sich die Festgemeinde in der Turnhalle der Realschule zum Mittagsmahl. In einem lustigen Sketch der „alten“ Novizinnen für die vier neuen ging es um ein geheimnisvolles Paket, dem sie eine Ukulele entnahmen, auf der sie ihr Begrüßungslied begleiteten. Aus der Slowakei war die Generaloberin Mutter Metoda mit ihrer Assistentin S. M. Xavera, die sehr gut Deutsch spricht, angereist.
































