
Können Ordensleute etwas in der Welt bewegen? Diese Frage bejahte Erzbischof Herwig Gössl in seiner Predigt beim Pontifikalgottesdienst zum Abschluss des Ordenstages der Erzdiözese Bamberg am 19. Sept. 2026. Er knüpfte an den berühmten Satz des griechischen Mathematikers Archimedes an: „Gebt mir einen festen Punkt, und ich hebe die Welt aus den Angeln.“ Tatsächlich könnte man aufgrund der Hebelgesetze noch so schwere Gewichte heben, wenn der Hebel nur lang genug und der Punkt fest genug ist. Der Hebel ist die Liebe, die der hl. Paulus im Korintherbrief wunderschön beschreibt (1 Kor 13,1-13). Aber bleiben wir Menschen nicht oft genug dahinter zurück? Entscheiden wir uns immer für die Liebe? „Der archimedische Punkt liegt nicht in uns, sondern in Christus. Von ihm her bekommen wir eine Kraft, die es uns möglich macht, in dieser Welt etwas zu bewegen. Dieses Wunder der Liebe Gottes zu uns Menschen dürfen wir nun in der hl. Messe miteinander feiern, aufnehmen, mitnehmen. Ja, Ordensleute sind ein fester Punkt in dieser Welt, um sie besser zu machen.“ Wie jedes Jahr, fand das Treffen der Ordensleute, die in der Erzdiözese leben und wirken, in St. Urban in Bamberg statt. Schwester M. Claudia Hink, die Ordensreferentin, hatte alles wunderbar organisiert. In der Pause gab es Kaffee und Bamberger Hörnchen, mittags Schnitzel und Kartoffelsalat. Bereichernd war der Austausch in Gruppen und die vielen „zufälligen“ Begegnungen der Schwestern verschiedener Kongregationen untereinander. Ein paar Brüder waren auch dabei. Der Erzbischof schenkte uns viel Zeit und Zuwendung und machte dadurch deutlich, wie sehr er die Ordensleute in seinem Erzbistum schätzt.










