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  • Einkleidung/Profess 2026

Der Himmel lachte am 29. Aug. 2026, nachdem der Vortag trüb und regnerisch gewesen war. Die Festtagskinder und Festgäste versammelten sich wie gewohnt vor der Pforte des Mutterhauses, um den Erzbischof von Bamberg, Herwig Gössl, zu empfangen. Mit einem Trompetensolo von Lukas Brendel und einem von allen gesungenen Begrüßungskanon wurde der Oberhirte herzlich willkommen geheißen. In den kleinen Reimen zur Begrüßung stellten sich die zwei Schwestern, die die ewige Profess ablegen (S. M. Helena und S. M. Alix), vor sowie die beiden Novizinnen, welche die Profess auf drei Jahre ablegen (S. M. Angelika und S. M. Madlen), und die beiden Postulantinnen, die eingekleidet werden und neue Namen erhalten (Iris und Nicole). Dem Erzbischof war die Freude über diesen Tag und diese Feier ins Gesicht geschrieben. Nach dem vom Chor gesungenen Kyrie und bevor der Erzbischof die beiden Postulantinnen aufrief, hielt er eine kurze Ansprache, in der er auf das Epos von Ovid „die Metamorphosen“ einging. Darin wird die Weltgeschichte als eine Folge von Verwandlungen dargestellt, die bleibende Folgen haben. „auch wir werden heute Zeugen einer eindrücklichen Verwandlung (Einkleidung). Diese Verwandlung, die äußerlich sichtbar ist, geht sehr tief, geht sehr zu Herzen. aber ist es eine Wesensverwandlung? Ich hoffe nicht. Sie werden nicht zu anderen Menschen. Sie wollen sich nicht verstecken hinter dem Ordensgewand, nicht einen Teil des Lebens abstreiten. Sie bleiben die Menschen, die sie geworden sind und als die sie Gott berufen hat. Die einzige Wesensverwandlung haben Sie schon hinter sich: die Verwandlung, die Gott ihnen in der Taufe geschenkt hat: Du bist und bleibst meine geliebte Tochter … Sie leben in dieser Welt, gehen aber nicht in dieser Welt auf. Gehen Sie Ihren Weg bewusst und gehen Sie ihn mit Gott!“ Als weiße Bräute waren Iris und Nicole eingezogen. Ins Ordensgewand gekleidet, erhielten sie neue Namen: S. M. Ines (hl. Agnes) und S. M. Jana (hl. Johannes Vianney). Nach der Lesung (Hld 2,8-14) und dem Evangelium (Mt 25,1-13) sagte der Erzbischof in seiner Homilie, dass die Liebe ungeahnte Kräfte in uns Menschen freisetzt. Der Hochzeitszug im Evangelium ist ein Bild für den Weg des Menschen mit Gott. „Ihn wählen Sie heute als Ihren Bräutigam und vertrauen darauf, dass er Ihre Sehnsucht nach Leben, Liebe, Geborgenheit stillen kann und stillen wird. Im Blick auf den gekreuzigten und auferstandenen Herrn wird deutlich, was Liebe ist, und jede Mitfeier der Eucharistie bringt uns in Berührung mit diesem tiefen Geheimnis der Liebe. Ich wünsche Ihnen, dass die Kraft dieser Liebe überströmt und Sie mit den Fähigkeiten ausstattet, die unsere Zeit so nötig hat: Geduld, Vergebungsbereitschaft, Ausdauer, unerschöpfliche Zuversicht. Die Quelle der Liebe ist Gott selbst. Sie machen die ewige Dimension unseres Lebens sichtbar. Ihre unaufdringliche Anstößigkeit kann für manche zum entscheidenden Anstoß werden.“ Mit fester Stimme legten die vier Schwestern die zeitliche bzw. ewige Profess in die Hände von Generaloberin Mutter Metoda aus der Slowakei ab. Nach dem festlichen Gottesdienst zogen die zwei neuen Novizinnen singend ins Noviziat hinauf. Beim anschließenden Mittagessen mit geladenen Gästen gab es mehrere Einlagen – Sketche und Lieder. 

 

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